The default for foundry VTT dice rolls is to only show the dice total and then unfold the view on click. This is not desirable for a lot of systems. There are several ways to change this as a user, with a macro and with a server module.
Macro
Use a script macro like this. This one shows 3d20 in Chat.
let diceroll1 = new Roll('1d20').roll().total;
let diceroll2 = new Roll('1d20').roll().total;
let diceroll3 = new Roll('1d20').roll().total;
ChatMessage.create({
content: `
<div class="dice-roll">
<div class="dice-result">
<div class="dice-tooltip" style="display: block;">
<section class="tooltip-part">
<div class="dice">
<ol class="dice-rolls">
<li class="roll die d20 min">${diceroll1}</li>
<li class="roll die d20">${diceroll2}</li>
<li class="roll die d20 max">${diceroll3}</li>
</ol>
</div>
</section>
</div>
<h4 class="dice-total"> ${diceroll1} ${diceroll2} ${diceroll3}</h4>
</div>
</div>
`,
});
Make sure to select script in the macro options.
unfold a dice rolls as a User
If you are only a user, or you don’t want to change the default, you can use a plugin like Stylus with a custon css
Seit einiger Zeit gibt es für Foundry VTT ein DSA5 Modul. Mir fehlte die Möglichkeit einfach 3w20 zu Würfeln und alle drei Ergebnisse sofort zu sehen, ohne sie im Chat ausklappen zu müssen. . Ich habe 3 Lösungen gefunden, um das zu beheben
Makro
Mit diesem Makro habe ich Abhilfe geschaffen:
let diceroll1 = new Roll('1d20').roll().total;
let diceroll2 = new Roll('1d20').roll().total;
let diceroll3 = new Roll('1d20').roll().total;
ChatMessage.create({
content: `
<div class="dice-roll">
<div class="dice-result">
<div class="dice-tooltip" style="display: block;">
<section class="tooltip-part">
<div class="dice">
<ol class="dice-rolls">
<li class="roll die d20 min">${diceroll1}</li>
<li class="roll die d20">${diceroll2}</li>
<li class="roll die d20 max">${diceroll3}</li>
</ol>
</div>
</section>
</div>
<h4 class="dice-total"> ${diceroll1} ${diceroll2} ${diceroll3}</h4>
</div>
</div>
`,
});
Screenshot von Foundry VTT mit der drei W Zwanzig Probe.
Zum Integrieren in das eigene Foundry muss der Type auf Script gestellt werden.
Screenshot von Founfry mit dem Würfelergebnis direkt im Chat
Das Würfelergebnis wird direkt im Chat angezeigt und ist standardmäßig ausgeklappt. Im Gegensatz zum Standard wird nicht die Summe der Würfel angezeigt, sondern die Würfel einzeln.
Als User immer alle Würfel ausklappen
Wenn du nicht Admin deines Foundry bist, oder unterschiedliche Nutzer*innen unterschiedliche Vorlieben haben kannst du dir auch mit Browserplugins behelfen.
Foundry Virtual Tabletop is an Alternative to Roll20 and maptool and many other platforms that enable you to play tabletop role playing games online. Foundry is not free software, but you can host it on your own server.
In this example I will use the very good hoster from Germany uberspace. This post is not sponsored I am just convinced for everyone who is willing to use a command line this is the best hoster for foundry on a budget. You can set your hosting price as low as 1€/month but please, if you can afford it set it to 5€ or higher to keep the lights on. But this hoster cares that people can participate online also when they are poor. Also their service is second to none.
Buy foundry
go to their website and buy the software. If you choose banktranfer it will take serveral days for the payment to clear, you will get an e-mail, if it done.
register with uberspace
uberspace is well documented. Chose a username and sign up. the first month is totally free, but you should upload money to your account asap. Yes the entire interface is German but this will change soon. go to the Tab „Zugänge“
and go set and SSH Password. This is a good time to open a document to write down an commands and passwords. (better use a passwordmanager for the latter)
For this tutorial I will assume your username is „alrik“whenever commands have the word alrik you will need to replace them with your username.
connect with your uberspace
If you know how to connect to a server via ssh. skip this section and connect to alrik.uber.space with the user alrik and the password you have set before.
I am going to assume you don’t know what ssh is. It’s a way to securely send text commands to another computer. Servers usually don’t have a graphical user interface. You control them via text commands. To send commands we need an ssh-client program. I recommend putty. It’s minimal and free.
start the program then enteralrik@alrik.uber.space in the host name field. Make sure SSH is chosen as the connection type
then click Open . the window will look something like this
Now enter your password. if your ssh-password is very long (which it should be), you can copy it to your clipboard. Then click in the PuTTY window and right click once to paste the password. No change will be visible, this is normal, then press enter.
you are now connected to your server. Congratualtions!
Installing foundry
Set the node js version
foundry uses something called node.js we need to tell our uberspace server to use version 14.
Enter or paste this in the window:
uberspace tools version use node 14
after a while the command line will look normal again. to verify the change your can enter
uberspace tools version show node
If everything checks out the following prompt will apear after a moment:
Using 'Node.js' version: '14'
prepare installation
mkdir is the command to create new folders foundryvtt and foundrydata. mkir myfolder creates the folder „myfolder“. for foundry we need to create two folders. press enter after each line
mkdir foundryvtt
mkdir foundrydata
to see if you did it correct you can enter ls . this will show you a list of folders. Something like this:
the red lines should say Alrik, or your username respectively. the server name will be different for you
Downloading and unpacking
Download the software to your server. you need to get a current link from the foundry website, the link expires after a few minutes:
you are now in the text editor nano. Paste the text above (don’t forget to enter your username). Then press Control+O then Enter to confirm. „wrote 5 lines“ will be prompted. You now saved the file and closed nano.
start foundry
start the foundry by
supervisorctl update
supervisorctl start all
you can now visit your foundry installation under alrik.uber.space
Thanks
Thanks to everyone in the comments and elsewhere, who is helping to make this guide useful.
Den Kenner unterscheidet vom stumpfen Konsumenten eben auch der Willen zur kritischen Rezeption. Das Rollenspiel verdient es, als Kunstform ernst genommen zu werden. Dazu gehört meines Erachtens eine enttrivialisierte Werkschau.
Das Rollenspiel ist in Deutschland sehr akademisch geprägt: aus den nerdigen rollenspielenden Kindern, wurden nerdige rollenspielende Studierende die jetzt Akademiker*innen sind. Und wenn ich deutsches Rollenspiel sage meine ich damit vor allem das beliebteste Regelwerk in Deutschland: Das Schwarze Auge (DSA). Wer sich das komplexe Moloch DSA mit Vergnügen aneignet hat, der scheitert selten an Studieninhalten. Auch bei der aktuellen und vergangen Autorenschaft, nicht nur bei DSA, sind akademische Abschlüsse überproportional häufig anzutreffen. Das Lesen, Begreifen oder gar Verfassen langer ist weniger Zeichen von Intelligenz als Übung, die eben eine akademische Laufbahn begünstigt und durch sie vertieft wird. Damit haben komplexe Regelsysteme ein veritables Klassismusproblem. Das kann man mit Abstrichen auch über den deutschen Buchmarkt sagen, aber darum geht es mir auch nicht. Angesichts der sehr akademisierten Rollenspielszene ist die Rezeption geradezu vulgär.
Beschwerde über Produktpreise und Lieferverspätungen nehmen zumindest in der Szeneöffentlichkeit eine große Rolle ein. Der „Preis pro Seite“ wird im Wiki-Aventurica, das die Spielwelt von DSA dokumentiert, bei Infokasten zu Publikationen mit angezeigt. Vor allem arme Menschen müssen auf den Preis achten, aber denen kann man ja mit Privatkopien helfen. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Fanszene aus Sorge um arme Kinder auf der Preispolitik der Verlage diese Metrik veröffentlicht, sondern um das Konzept eines Preis/Leistung Verhältnisses irgendwie in eine Zahl zu quetschen. Als Schreiberling würde mich so etwas gerade zu kränken.
Screenshot des Wiki Aventurica, der den Informationskasten zur Publikation „Die Dampfenden Dschungel“ , neben Verlag sind auch der Preis und der Preis pro Seite neben weiteren Informationen aufgeführt.
Ja gut der Endkampf hat Spaß gemacht, aber warum? Hat die narrative Struktur ein Bedürfnis in mir nach der Heldenreise befriedigt, von dem ich mir gar nicht bewusst war? Hab ich mich einfach nur über mein Würfelglück gefreut? Kann die Situation der Goblins in der Theaterritter-Kampagne als Allegorie für weltliche Marginalisierte gelesen werden? Hat der NSC über 20 Author*innen und 7 Publikationen hinweg einen schlüssigen Charakterbogen durchlaufen? Die Werkgattung des Settingbandes und des Abenteuers sind eher mit dem des Drehbuches vergleichbar, bei denen auch die Inszenierung wichtig ist. Eigentlich ist es schlimm, dass immer noch in der Schulde Drehbücher gelesen werden statt Videos von Inszenierungen. Wir bewerten einen Kuchen auch nicht danach, ob das Rezept schön geschrieben ist. Aber wir haben in beiden Fällen auch ein Stück weit Kochbücher vor uns.
Da aber Rezensionen und Kritiken sowieso nur wenig geschrieben werden, bleibt es wohl frommer Wunsch eine Art professioneller Kritik als Wertschätzung zur Kunst zu etablieren. Ich komme dem ja auch selbst oft nicht nach, wie denn auch? So gibt es bisher keine Zeitungen, die regelmäßig dafür bezahlen würden, sodass man von Rollenspielkritik leben könnte. So bleibt mir nur, mich an die Verlage und Autorenschaft zu richten: Wir sehen, dass ihr Kunst macht, auch wenn wir das nicht so oft zum Ausdruck bringen. Lasst euch nicht als Kleinkunst oder bloßes Konsumgut geringschätzen. Die Hochkultur ist vor allem eine Kultur der hohen Nasen. Vielleicht bleibt wenigstens der Impuls bei einigen ihre Rollenspielschätze nochmal mit neuen Augen zu sehen und ganz anders Wert zu schätzen.
Ich möchte zunächst einmal auf die afaik einzige Review zu dieser Regionalspielhilfe einer PoC ist verweisen und die Lektüre sehr empfehlen. Sie stammt von Hotzenplot und ist im Tanelorn Forum veröffentlicht worden. Wenn ihr nur vorhabt eine Rezi zu lesen, dann nehmt lieber die Verlinkte, als diesen Text hier. Der Text hier ist unfertig, aber einige Fragmente erscheinen mir doch nützlich. Es sind Gedanken zur Spielhilfe unter einer Gesellschaftkritishcen Betrachtung, kein Review.
Gesellschaftliche Einordnung
Ich habe mich bereits mit Kolonialismus bei DSA beschäftigt. Eine Autorin des Bandes, Zoe Adamietz, hat sich auch zu dem Thema geäußert:
Transkription des Videos: 5:41 Wir hatten uns vor allem vorgenommen die unterschiedlichen Stammesvölker Meridianas , anders als in vorherigen Editionen eben nicht so sehr aus der Perspektive zu beschreiben, die die Mittelreicher mitbringen. Und zu sagen damit der Mittelreicher ist der Standard Aventuriens, wir beschreiben immer alles mit einer gewissen gefärbten Sicht. Es hatte sicher an manchen Stellen auch praktische Gründe, dass das so gemacht wurde, weil viele Einsteiger in Das sich durchaus mit dem Mittelreicher identifizieren bis zu einem gewissen Grad sei das jetzt aufgrund persönlicher Herkunft oder mit einer allgemeinen Vertrautheit mit Mittelaltersettings, die es ja in vielen Fantasy Settings gibt. Oder auch weil viele Einsteigerabenteuer im Mittelreich spielen, insofern war dieser Ansatz nicht grundsätzlich falsch. An vielen Stellen war es aber durchaus der Fall, dass es heute, aus unserer Sicht eigentlich als Beschreibung nicht darstellen konnten was für einen Reiz diese Kultur ausmacht und eine Andersartigkeit zum Mittelreich nicht immer nur ein abweiche und ein exotischer Faktor ist der gar nicht richtig verstanden werden kann, weil das ist alles unverständlich und exotisch und die haben ja ihre seltsamen Bräuche und alles wird so ein bisschen herablassend betrachten bis zum Gewissen Grad. Das wollten wir eindeutig so nicht mehr machen, sondern aus der Perspektive dieser Leute selber schreiben wie sie leben wie es dort aussieht, inwiefern es sich natürlich auch unterscheidet für viel Leser auch eben, welche die sich noch nicht so gut auskennen oder vielleicht sogar mit DSA 5 eingestiegen sind überhaupt kein Vorwissen haben. [..]8.03 Die Perspektive, die wir grundsätzlich als Startpunkt eingenommen haben ist, erstmal eine grundsätzlich andere.
Was dort beschrieben wird, ist der sogenannte white gaze, die Perspektive von Weißen. Die meisten Bücher der Welt werden so geschrieben, dass man von Weißen Konsumenten ausgeht. Es gibt diesmal eine Einordnung im Quellenband zum Thema Rassismus und Kolonialismus im Rollenspiel. So etwas habe ich mir explizit gewünscht, und bin froh, dass sie da ist.
[…]Einige Kolonialmächte, allen voran das mächtige Al’Anfa, hegen wenig Skrupel, mit Gewalt in die Gebiete der Stämme einzudringen, um sich ihre Ressourcen einzuverleiben, denn die nach ungewohnten Prinzipien organisierten Dorfgemeinschaften erscheinen in den Augen der aventurischen Kolonialmächte kaum als kultiviert. Diese inneraventurische Perspektive mag so manch ein In-Game-Text in diesem Band durchaus einnehmen, jedoch möchten wir in unseren Beschreibungen eine unvoreingenommene Perspektive auf die südaventurischen Stammeskulturen bieten, ohne dabei in erster Linie den Standpunkt eines hellhäutigen Mittelreichers einzunehmen.[…]
Die Dampfenden Dschungel S. 8
Es sind die Vorurteile von Weißen wie mir und den Autor*innen, die in DSA eingeflossen sind und auch immernoch einfließen, nicht die der Mittelreicher. Die Mittelreicher sind ein weißer Avatar. Aber das Thema wird angesprochen und das ist ja schonmal was. Eine allzu offene Thematisierung dessen, dass die Kolleg*innen und die Kundschaft Jahrzehnte lang rassistische Klischees bespielt und reproduziert haben, würde vielleicht nur Renitenz statt Reflexion verursachen. Ein Bekenntnis zu eignen Fehlern hätte leicht in Virtue-Signaling enden können, was aber es aber nicht weniger notwendig macht. Meiner Meinung nach ist es keine Lösung die Verantwortung für die rassistischen Darstellungen, welche man eingebaut hat dem Mittelreicher*innen, welche man sich genauso ausgedacht zuzuschreiben.
Vielleicht habe ich offene Türen eingerannt, aber ich fühle mich von Ulisses mit meiner Kritik ernst genommen und sehe Umsetzung einiger meiner Vorschläge. Auch die Zielsetzung des Bandes ist ein Meilenstein:
Vor allem soll das Setting mit diesem Band jedoch von der Seite der Dschungelstämme bespielbar werden: Er gestaltet die Kultur der südaventurischen Stämme für Spieler zugänglicher und erlebbarer. Dazu liefert er umfassende Hintergründe zur Gesellschaft der Waldmenschen und Utulus.
Die dampfenden Dschungel S. 8
Das habe ich zumindest noch bei keinem anderen Rollenspiel so gesehen. Bei Dungeons und Dragons wird ähnlich gerungen, dieses Franchise hat den Vorteil inzwischen auf eine sehr diverse Fanbase zurückgreifen zu können, weshalb das Fandom dort sehr viel inklusiver geworden ist, als man es noch bei „das schwarze Auge“ beobachten kann.
Gute Neuerungen
Inhaltshinweis: der Rest des Texes reproduziert und thematisiert rassistische Medieninhalte.
Der Stamm Shokubunga heißt jetzt anders und zwar „Shuritakha“. Endlich. Im Regelwerk und im Regelwiki ist noch der alte Name zu finden. „Bunga“, häufig als „unga bunga“ ist pseudo Höhlenmenschensprache. Als „bunga bunga“ seit Berlusconi auch bekannt als Euphemismus für Beischlaf. Es gibt das Klischee des primitiven Schwarzen, auch vor allem des Schwarzen Manns als Vergewaltiger, als Bestie. In den USA werden deshalb auch häufig Schwarze als „UngaBungas“ beleidigt. Schwarze Menschen und andere People of Color werden oft mit Essen, z.B. Schokolade, verglichen, was diese nicht wollen. Schokobunga ist also eine Kombination aus zwei rassistischen Verunglimpfungen.
Die Umbenennung des Stamms wird in einem Ingame Zitat einer weißen Forscherin zu sehr als putziges Verhalten der „ach so mysteriösen“ Indigenen dargestellt, aber es bleibt eine Verbesserung. Weil ich die alte Edition nicht in der Tiefe kennen kann ich nur vermuten, dass noch mehr dieser Altlasten aus alten Editionen beseitigt wurden.
So nicht: I do not know who I am, I don’t know why I’m here, all I know is that I must kill.
Was mir positiv Auffällt ist das aus jeder Beschreibung von „Indigenen“ (ich setze das in Anführungszeichen, weil es ja nur vorgestellte Völker sind) der Impetus anzumerken ist sie als komplexe Menschen mit Gefühlen, Bedürfnissen und Gedanken darzustellen. Ein spürbarer Tonwechsel zu vielen anderen Texten .
Alrik und die Rache der Klischeekiste
Aus anderen Rückmeldung zu dieser Regionalspielflöte weiß ich, dass viele Inhalte aus der Vergangenen DSA Versionen einfach übergangen wurden. Ich hoffe, das betraf ebenfalls Medienempfehlungen, die sind nämlich zum Teil vollgestopft mit der problematischen „mittelreichischen“ Perspektive.
Verschiedene Filme und Serien können wertvolle Inspirationen für das Spiel in Meridiana liefern – je nach Ausrichtung der Geschichte. Viele klassische Abenteuerfilme enthalten Elemente und Anregungen, die sich im Rollenspiel sinnvoll einsetzen lassen. Gut recherchierte Dokumentarfilme ermöglichen eine reflektierte Auseinandersetzung mit den Folgen der Kolonialzeit, welche noch immer das eurozentrische Bild vom Regenwald und seinen Bewohnern verklärt.
Die dampfenden Dschungel S. 10
Medienempfehlungen aus der alten Edition und warum ich Sie nicht teile:
Der Weg nach Eldorado[2]– Sexismus,Fetischisierung und Ignoranz gegenüber dem Grauen des Kolonialismus
Tarzan – „Tarzan,the killer of beasts and many black men“
Apocalypto – Maya sind wilde Mörder. Ethnolog*innen sehen den Film als schädlich an. Echte Nachkommen dieser Kultur werden aufgrund der dort gezeigten Stereotype immer noch ermordet.
Diese Empfehlungen passt nicht zum Credo des Buches. Die Filme sind nicht wertvolle Inspiration, sie sind Weiße Vorurteile, welche die meisten der DSA Fans zu genüge kennen. Natürlich sind auch Dokumentationen enthalten bei den Empfehlungen und Sachbücher. Aber auch Blackpanther ist am Ende ein Produkt welches die Taschen der Disney-Aktionär*innen füllen soll und keine subversive Kunst, sondern eine Ausnahme, welche Druck von der Regel nimmt es ist lediglich next level Racist. Daher empfehle ich die Unterhaltungsfilmempfehlungen des Bandes komplett zu überspringen und Ixcanul – Träume am Fuße des Vulkans einen Blick zu schenken, in dem es um eine Maya Familie geht. Eine Produktion eines Filmemachers aus Guatemala, die auch vor Ort gedreht wurde.
Reel Injun – behandlet die Klisches und Falschdarstellungen von Indianern in Western und Co
Schade ist es, dass anscheinend keine BIPoC am Buch beteiligt wurden. Auch die 32 Illustrator*innen die insgesamt einen tollen Job gemacht haben, sind, soweit ich das ermitteln konnte, alles weiße Deutsche. Warum ist das Relevant? Weil bei einem Sensitivity Reading oder auch einfach nur einem bunteren Team einiges aufgefallen wäre. Z.b., dass ausgerechnet die eigentlich seltene Praxis der Schrumpfköpfe in eine Sonderfertigkeit zu gießen vielleicht nicht das differenzierteste Bild von Menschen die in „Urwäldern“ leben zeichnet. Man hätte einen Recon beschließen können, statt Schrumpfköpfe immer wieder im Band zu thematisieren und sich dabei verfälscht anzueignen. Apropos Urwald: es häufen sich die Anzeichen, dass zumindest der Amazonaswald eher ein riesiger Garten ist. Auch ausgerechnet die Schamanen eines indigene Stamms gorrila-ähnlich abzubilden könnte vor allem am US Markt noch zu einem Problem werden. Das Sensitivity Reading ist bei Ulisses noch neu und leider war dieser Band noch nicht Teil davon. Man darf auf die 2. Auflage hoffen.
Das Weiße Auge schläft nicht
Diese Regionalspielhilfe kann als Beweis für die Notwendigkeit von Sensitivty Reading gesehen werden. Auch die wohlwollendsten und aufgeklärtesten Weißen Deutschen sind aufgewachsen mit den (impliziten) Vorurteilen unserer Gesellschaft. Die Möglichkeiten und Grenzen von einfach nur wohlwollenden Autoren sind hier deutlich geworden. Auch mir ist zum Beispiel nicht aufgefallen, dass „Waldmensch“ eigentlich die Fremdbezeichnung ist, welche ja vermieden werden sollte. Hotzenplot hat das angemerkt. Ich habe meine Zweifel ob Moha weit genug Weg ist vom M-Wort. Indigene Menschen würden Ulisses auch ein paar Takte dazu erzählen, dass die Firma sich als „Stamm“ versteht.
Ab und zu Spielt man Piraten im Rollenspiel und sucht dafür nach coolen Handouts. Die Suche nach einem Kaperbrief führte mich zu dieser Übersetzung eines echten historischen Dokumentes. Ich habe das Dokument dann selbst ins Deutsche übersetzt. Die Transkription habe ich nicht geprüft, aber der Inhalt ist stimmig und für das Tischrollenspiel als Papier zum Austeilen reicht es allemal. Vielleicht könnt ihr ja den Text auch brauchen für eure Runde oder Kindergeburtstag:
Der Kaperbrief
Staat XY
Durch den Gouverneur
Anweisungen an Alrik Mittelreicher, genannt der Alrik der Aal, Seemann, Kommandant eines Schiffs des Namens „Zitteraal“, die Kapitän Rüben, meinem Untertan aus den Westmarken gehört.
Sie können mit Waffengewalt alle Schiffe und andere Schiffe, die dem Reich Dunkelheim oder einem ihrer Untertanen oder Alliierten gehören, auf hoher See oder zwischen den Hoch- und Niedrigwassermarken angreifen, unterwerfen und einnehmen, mit Ausnahme von Schiffen oder Schiffen mitsamt ihrer Ladung, die Einwohnern oder Bewohnern des Staat XY gehören, oder anderen Schiffen oder Schiffen, die Personen mit der Absicht, sich in den Staat XY aufzuhalten, bringen, die Sie unbehelligt passieren lassen, deren Kommandanten eine friedliche Durchsuchung gestatten und zufriedenstellende Informationen über den Inhalt der Ladung und das Ziel ihrer Reisen geben.
Sie sollen solche Schiffe und Boote, die Sie ergreifen, mit ihren Waffen, Takelage, Ausrüstung, Kleidung, Möbeln und Ladung zu einem geeigneten Hafen in diesem Staat bringen, damit daraufhin ein Verfahren in angemessener Form vor den Gerichten durchgeführt werden kann, die dann ernannt werden, um zivile und maritime Angelegenheiten zu hören und zu entscheiden.
Sie oder einer Ihrer leitenden Offiziere sollen den Kapitän und den Lotsen sowie eine oder mehrere Hauptpersonen der Gesellschaft jedes Schiffes, das von Ihnen ergriffen wurde, so bald wie möglich nach der Gefangennahme zu dem Richter oder den Richtern des oben genannten Gerichts bringen oder schicken, damit sie unter Eid befragt werden und auf die Fragen antworten, die bezüglich der Interessen oder des Eigentums des Schiffes und der Ladung gestellt werden können, See Brief, angeheuerte Mannschaft, Ladebrief, Pakete, Briefe und andere Dokumente und Schriebe, Depeschen et cetera, die an Bord gefunden werden, die besagten Papiere durch die eidesstattliche Erklärung von Ihnen selbst oder einer anderen Person, die bei der Gefangennahme anwesend war, so vorzulegen, wie sie ohne Betrug, Hinzufügung, Unterschlagung oder Veruntreuung empfangen wurden.
Sie sollen jedes Schiff und jede Ladung, die Sie erbeutet haben, so lange behalten und bewahren, bis sie von einem ordnungsgemäß befugten Gericht als rechtmäßige Beute anerkannt oder freigesprochen werden, ohne sie zu verkaufen, zu verderben, zu verschwenden oder zu vermindern oder ihre Masse zu zerstören oder so etwas zuzulassen.
Ihr sollt mir bei jeder passenden Gelegenheit schriftliche Berichte über die Gefangennahmen, Kopien Eures Tagebuchs von Zeit zu Zeit und Informationen über die Anzahl und Namen der Gefangenen sowie alles, was Ihr über die Pläne des Feindes und die Ziele, Bewegungen und Operationen seiner Flotten und Armeen herausfindet, zusenden.
Ihr werdet alle weiteren Anweisungen befolgen, die ich Euch später in den Räumlichkeiten erteilen werde, in denen Ihr davon Kenntnis erhaltet. Sie sollen weder selbst noch durch Ihre Besatzung irgendeinen unerlaubten Handel mit dem Feind auf Long Island betreiben, sondern Sie sollen darauf achten, jeden unerlaubten Handel mit der besagten Insel oder irgendeinem anderen Ort innerhalb der feindlichen Linien oder des feindlichen Herrschaftsgebiets aufzudecken, und Sie sollen alle Personen, von denen Sie entdecken, dass sie an einem unerlaubten Handel oder an verräterischen Praktiken mit dem Feind beteiligt sind oder einen solchen betreiben, gemäß dem Gesetz, das in einem solchen Fall gemacht und vorgesehen ist, zur gerechten Strafe bringen, und wenn Sie irgendetwas tun, das diesen oder anderen Anweisungen, die später gegeben werden, zuwiderläuft, oder wenn Sie absichtlich zulassen, dass solche Dinge getan werden, verwirken Sie nicht nur Ihre Kommission und sind für eine Klage wegen Verletzung der Bedingungen Ihrer Bürgschaft haftbar, sondern sind dem Geschädigten für den Schaden verantwortlich, der durch solche Fehlverhalten entstanden ist.
Sie sollen von dem Zeitpunkt an, an dem Sie zu Ihrer Fahrt aufbrechen, Ihr Tagebuch führen und jede materielle Ressource aufbewahren und Ihre Fortschritte am Ende von vierzig Tagen an mich oder an Admiral Konziosus in Stadt XY übermitteln.
Im Rollenspiel stellt man andere Personen dar. Einige Systeme und Settings ermöglichen auch die Darstellung marginalisierten Gruppen. Ein heißes Eisen ist insbesondere die Darstellung von Schwarzen Menschen. Der Rassimus, vor allem die rassistische Praxis des Blackfacing hat die Situation aufgeladen, wie Weiße People of Color insbesondere schwarze Menschen darstellen.
Wenn wir nun davon Ausgehen, dass überwiegend weiße Leute in Deutschland Pen and Paper betreiben, weil sie nun mal auch die Mehrheit der Bevölkerung sind, ist das dann nicht wie Blackface, wenn es BiPoc dargestellt werden? Nein, solange man nicht gerade ein Klischeebündel spielt. Das ist nicht meine Meinung, sondern der Konsens aller Stimmen von Betroffenen die ich finden konnte. Zum Beispiel vom Erfinder von Wakandu Chronicles einem kostenlosen Afrofantasie D&D 5e Setting und einem in Entwicklung befindlichen MMORPG. Schreibt in dem kostenlosen PDF, folgendes:
Ist das kulturelle Aneignung, wenn ich als nicht POC oder Schwarze Person dieses Setting Spiele? Toll, dass Sie gefragt haben! Ich kann Ihnen sagen, wenn Sie sich das gefragt haben, ist es sehr wahrscheinlich nicht. Sind Sie hier, um die Kulturen hinter diesem Buch zu verstehen, zu feiern und zu unterstützen? Nach Jahrhunderten der kulturellen Vernichtung, nach dem Niederbrennen von Städten und Tempeln, nach dem Verbot von Sprachen und Schriften, nach dem Anketten und Erniedrigen von Menschen, glauben wir, dass es an der Zeit ist, dass Schwarze Kulturen glänzen, und zwar durch alle Arten von Medien: durch Filme wie Black Panther, durch Musik wie Black is King und sogar durch Spiele, wie dieses Buch und sein kommendes Videospiel-Pendant: Wir wollen, dass Schwarze Kulturen und Fantasien in der Mainstream-Gesellschaft Fuß fassen. Japan hat von der breiten Übernahme seiner kulturellen „Tropen“ wie dem Samurai oder Ninja profitiert. Japanischen Autoren geht es besser, sie haben ein größeres Publikum und mehr Respekt und Anerkennung für ihre Kultur. Wenn Sie uns alles Gute wünschen, spielen Sie bitte und verbreiten Sie es weiter, es ist ein kleiner Akt der Rebellion gegen all die Unterdrückung, die wir ertragen mussten. Die Kolonialherren und Sklavenhändler wollten, dass unsere Kulturen und unsere Geschichte verschwinden, und sie wären bestimmt nicht erfreut, wenn Sie sie mit uns feiern würden – also tun Sie es. Lasst uns Afrofantasy normalisieren, helft uns, sie zum Mainstream zu machen – wenn ihr mit Respekt und einem offenen Geist kommt, umarmen wir euch und freuen uns darauf, die Wunder von Wagadu mit euch zu teilen.
Die Frage nach der Grenze zwischen Interesse an einer Kultur und kulturellen Aneignung ist die Frage nach dem Unterschied zwischen einem Einbruch und einem Besuch.
Bist du eingeladen oder nicht?
Hinterlässt du einen Schaden?
Nimmst du etwas mit was nicht deins ist?
Cypheroftyr (Tanya C. DePass) hat in diesem englischsprachigen Blogpost einige konkrete Fragen aufgeschrieben, die man sich stellen kann um nicht „Blackface auf Papier“ aufzuführen. Auch James Mendez Hodes gibt auf seinem Blog einige nützliche Hinweise dazu wie man Schritt für Schritt vom Klischee wegkommt.
Als Spieleitung braucht man ab und an eine okkulte Schrift. Die Henochische_Sprache ist eine solche die historisch zur Kommunikation mit Engeln eingesetzt wurde. „Zufällig“ ist sie phonetisch auf den Raum des Englischen beschränkt. Aber vielleicht war das einfach nur das was AlchemistJohn Dee von den Engeln verstanden hat 😉
Ich habe im Zuge meiner Arbeit an einem Rätselabenteuer eine Schriftart daraus gemacht. Ihr könnt enochian.font auf dafont kostenlos herunterladen.
Im Pen und Paper Rollenspiel stellt man als Spielleitung alles da, was nicht die Spieler*innen sind. Das Wetter, die Umwelt und auch andere Figuren, die sogenannten „nicht Spieler Charaktere“, kurz NSC, oder auf Englisch non-play-characters (NPC). Oft hört man in Spielberichten, dass NPC’s welche man spontan improvisiert werden von der Gruppe am meisten angenommen und gemocht werden. Dagegen geht oft sehr viel Arbeit in einen NPC der kaum auftaucht. Deshalb hat sich Pete vom Youtube-Channel „Mit Vorteil“ eine Methode mit einer „blöden Tabelle“ ausgedacht. Diese habe ich Pete’s dumme NPC Methode getauft.
Pete erklärt seine Methode selbst in diesem Video
Die Spalten der Tabelle sind:
Funktion
Merkmal+Verhalten
Problem
Beziehungen
Details
Statt vorher fest zu legen wer welche Funktion hat, werde verschiedenen NPC’s vom äußern her oberflächlich beschrieben. Dann bekommen diejenigen mit denen die Gruppe interagiert/gut reagiert eine Funktion und ein Merkmal aus der Tabelle.
Anstatt die Gruppe zu zwingen, den windige Person in der Ecke der Taverne an zu sprechen ist dann die Bedienung die Informantin, nach der die Gruppe sucht.
Funktion
Funktion für den Plot/ das Setting. Die Person ist nützlich in der Welt, ersie hat Informationen, Fertigkeiten oder Ressourcen, die für die Gruppe von Wert ist. Ein klassisches Beispiel ist Wohlstand. Das ist immer zu gebrauchen. Ansonsten muss es mit der Kampagne oder dem Abenteuer zusammenpassen. Man braucht keine Kapitänin in der Wüste, es sei denn es gibt magische Schiffe, die durch die Wüste segeln können.
Ein Verb. Man muss es Darstellen können, daher lieber ein Tun-Wort. Darstellen bedeutest, dass du als Spielleitung es hinbekommst.
redet schnell
trägt zu enge Hosen
fasst sich häufig an die Nase bei reden (Slavoj Žižek)
Problem
Kluge Wesen haben immer Probleme, so ist das Leben. Manche sind größer, manche sind kleiner. Probleme sind auch ein toller Einstieg in die Handlung. Denn wenn deine Gruppe sich für die Person interessiert, interessiert sich die Gruppe auch für die Probleme.
Schulden
eine offene Rechnung
kann bei Vollmond nicht schlafen
will in die Fußstapfen der berühmten Eltern treten
Beziehungen
Kein Mensch ist eine Insel, Beziehungen verwurzeln Figuren in der Welt. Eine Welt voller einsamer Weisenkinder ohne Freunde wäre sehr Disfunktional.
Details
Kommen von der Gruppe. „Die Person hat einen aufwendigen Mantel an, wie sieht er aus?“